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News von Swissinfo

Es droht der Einheitsbrei in Schweizer Medien

22 Oktober 2018: by Marguerite Meyer, Grafik: Kai Reusser Die Schweizer Medienlandschaft verfügt nach wie vor über hohe Qualität, krankt aber an einer "besorgniserregend hohen" Konzentration. Die Online-Werbeeinnahmen der Online-Medien brechen zugunsten von Google, Facebook und Co. ein. In den Redaktionen findet ein Braindrain statt. Warum dies kein gutes Zeichen für die Demokratie ist. In einem kleinen Land mit einer grossen Sprachenvielfalt und regionalen Eigenheiten gibt es Vorteile. Herausforderungen stellen sich jedoch in der Medienlandschaft. Dies zeigt das neuste "Jahrbuch Qualität der Medien" Das Jahrbuch Qualität der Medien des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft fög an der Universität Zürich untersucht jedes Jahr die Entwicklungen des Medienwesens in der Schweiz.  Die Befunde von 2018 zeigen: Internationale Tech-Intermediäre wie Google und Facebook dominieren den Online-Werbemarkt. Als Folge davon intensiviert sich die Schweizer Medienkonzentration auf einige wenige Häuser.  Der Grund: Google erhält zwei ...

Wie die Bürger wirklich das letzte Wort haben könnten

22 Oktober 2018: by Pierre-Alain Bruchez Die Bürger haben nicht immer das letzte Wort. Auch nicht in der Schweiz, wie wir jüngst zeigten. Der Artikel darüber, mit welchen Tricks Schweizer Behörden den "Volkswillen" umgehen, hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Eine davon stammt von Pierre-Alain Bruchez, der sich in Frankreich für mehr direkte Demokratie einsetzt. Er schlägt vor, wie Volksentscheide und der Wille der Stimmbevölkerung besser umgesetzt werden können. Jedes vom Parlament erlassene Gesetz unterliegt einem fakultativen Referendum. Das neue Gesetz tritt in Kraft, auch wenn das Volk gar nicht darüber abgestimmt hat. Dies gilt selbst dann, wenn die Stimmbürger erst kürzlich ein ähnliches Gesetz abgelehnt hatten (wie das bei der Einführung der Sommerzeit der Fall gewesen war, die Red.). Dabei wird jedoch übersehen, dass Organisationen, die ein Referendum ergreifen könnten, nicht über unendliche Ressourcen verfügen, um Unterschriften zu sammeln. Wie aber reagieren Normalbürger, die nicht in der Lage ...