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News von Swissinfo

Was wird gegen Zwangsheiraten getan?

26 Februar 2017: Als Jasmin D., eine junge Frau tamilischer Herkunft, mit einer Zwangsheirat konfrontiert war, fand sie bei der Stadtverwaltung Bern Unterstützung. Die Anfragen um Beratung, vor allem von minderjährigen Opfern, steigen im ganzen Land. Der Berner Ansatz könnte als Modell dienen. Die damals 17-Jährige weigerte sich, einen Mann in Indien zu heiraten. Sie hatte einen Freund, der war auch Tamile, stammte jedoch aus einer anderen Kaste. Ihr Vater bedrohte sie. Darauf entschied sie sich, ihr Zuhause zu verlassen und holte sich bei den Stadtberner Behörden Unterstützung. Die Kontrollsucht des Vaters hatte während ihrer Pubertät begonnen. "Es war eine Terrorkampagne ohne Ende. Ich wusste nicht mehr, wer er war." Jasmins Geschichte ist in der Schweiz nicht einzigartig. Die Fachstelle Zwangsheirat, eine Organisation, die sich in der ganzen Schweiz für die Beseitigung von Zwangsheiraten einsetzt, befasste sich zwischen 2005, als sie ihre Arbeit aufnahm, und 2016 mit 1702 Fällen ...

Ein grenzenloses Vergnügen

25 Februar 2017: Das närrische Treiben verbindet die deutsche/schweizerische Zwillingsstadt Laufenburg seit Jahrhunderten. Es handelt sich um einen einzigartigen Anlass. Als Teil der schwäbisch-alemannischen Fasnacht ist Laufenburg im Jahr 2014 ins immaterielle Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden. "Das Echo meiner Schritte auf den Pflastersteinen der Laufenburger Altstadt begleitet mich durch die Gassen. Es ist fünf Uhr morgens, dunkel und kalt. Ich bin alleine unterwegs, von Ferne höre ich das monotone, rhythmische und metallische Klirren der 'Tschättermusik'. Die unheimliche Musik wird immer lauter, bis ich mitten im Umzug stehe, in dem die Fasnächtler neben mir auf alte Pfannen, gebrauchte Sägeblätter und andere metallene Objekte einschlagen. Es ist Donnerstag, der '3. Faissen'. Der Tag der offiziellen Eröffnung der Fasnacht." (Fotos und Text: Thomas Kern)